Naturerhalt, ökologisches Bewußtsein, Nachnutzung und viele weitere Begriffe könne Hintergrund für den Arbeitsbesuch in der Kompostiernalge in Werderberg / Parey sein. Sie gehören dazu, aber auch die Frage, was passiert mit dem seit anderthalb Jahren durch die Abfallgesellschaft Jerichower Land - kurz AJL - eingesammelten Grünschnitt über die fast 70 Sammelstellen im Jerichower Land. Auf 4 großen Anlagen wird das Material - Baum- und Strauchschnitt, "grüner Abfall", auch befallenes Material, Laub und Rasenschnitt, gesammelt, geschreddert und für die Kompostierung vorbereitet. Dies ist ein fortwährender über Wochen und Monate währender Prozess, bei dem auch bioreiner Kompost hergestellt und für den Verkauf an Landwirtschaftliche Unternehem und Privatpersonen verkauft wird. Im Zusammenhang mit dem durch den Kreistag Jerichower Land beschlossene Erhöhung der Müllgebühren, ist auch eine mininmale Erhöhung der Gebühren für die Privathaushalte die Folge gewesen. Warum dies erfolgt ist, erklärte auch Dr. Gehm. Abgesehen von den veränderten Marktsituationen im "Müllbereich" hat auch das Umweltbewußtsein Einzug gehalten. Die Grünschnittsammelstellen sollen verhindern, dass die Verbrennung von Grünschnitt, Laub u.ä. nicht mehr stattfindet. Per Kreistagsbeschluss wurde eine geänderte Regelung dazu getroffen, Trotz des Verbotes des Verbrennens, besteht die Mögllichkeit der Ausnahmegenehmigungen. Aber warum soll man nicht die Möglichkeit des kompletten Wegfalls den Vorzug geben. Derzeit ist die Kompostierung noch in Erwartungshaltung. Das heißt, die Herstellung von Kompost unterschiedlicher Arten, ist noch im Wachsen. Anschaffungskosten überwogen noch dem erzielten Gewinn, aber Umweltbewußtsein und ökologisches Handeln kosten Geld. Es ist nicht davon auszugeheh, dass die Menschen im JL, das nicht wollen. Nur die Frage des Geldes spielt noch eine wesentliche Rolle. Der Nutzen von reinem Kompost, gerade in der Landwirtschaft nimmt immer größere Räume ein. Das Jerichower Land verfügt leider über einen Großteil an Lehm- bzw. Sandboden. Durch veränderte Fruchtfolgen und Nutzung, hat sich der Boden negativ verändert und benötigt eine hochwertige Aufwertung. Diese Möglichkeit ist jetzt gegeben und muss auch so betrachtet werden. Chemisch hergestellter Kompost ist keinesfalls gleich zu setzen mit biologisch produziertem. Darum ist es auch Ziel, diesen Bereich der Kompostherstellung zu forcieren und für alle nutzbar zu machen.
Die Mitglieder der Landtagsfraktion u.a. Wulf Gallert, Frank Thiel als wirtschaftspolitischer Sprecher und Harry Czeke in seiner Funktion als Mitglied des Ausschusses Landwirtschaft und Forsten waren zum Sachsen-Anhalt-Tag ebenfalls Gast der Grünen Woche. Besonderer Schwerpunkt liegt aus Sicht Harry Czekes die Nähe vo Berlin / Brandenburg und dessen Umland. Gerade die innerdeutsche Erreichbarkeit in unseren Nachbarregionen liegt speziell im Focus des Tolurismus. Fazit: Für Czeke, Gallert und Thiel ist das Messekonzept mindestens so beizubehalten. Über Verbeserungsbedarf, gerade um die konkretere Erreichbarkeit der Produkte vor Ort, hat sich Harry Czeke bereits mit dem zuständigen Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums unterhalten.